Was Brechen kostet – und was es spart

Entsorgung und Schotterzukauf gegen Kapitaldienst, Diesel und Verschleiß: ein Rechenweg mit Platzhaltern für Ihre regionalen Preise, ein Beispiel aus dem GaLaBau und drei klare Empfehlungen nach Jahresmenge.

Bauschutt kostet zweimal: einmal für Container und Deponie beim Abfahren, einmal für den Schotter, der danach angeliefert wird. Eine eigene Brechanlage ersetzt beide Positionen durch Maschinenstunden. Ob sich das rechnet, hängt fast nur von der Jahresmenge ab – hier der Rechenweg mit nachvollziehbaren Größen, damit Sie Ihre eigenen Zahlen einsetzen können.

Die Kostenseite ohne Brecher

Was Entsorgung und Zukauf kosten, ist regional sehr verschieden und schwankt mit Materialart und Verunreinigung. Für die Rechnung werden daher keine festen Preise angenommen, sondern Platzhalter, die Sie mit Ihren örtlichen Angeboten füllen:

  • E = Entsorgungskosten je Tonne Bauschutt frei Deponie oder Recyclinghof, einschließlich Container und Transport
  • Z = Zukaufpreis je Tonne Recyclingschotter oder Naturschotter, frei Baustelle
  • M = Jahresmenge in Tonnen, die gebrochen und wieder eingebaut werden könnte

Der vermeidbare Betrag pro Jahr ist dann M × (E + Z). Liegt E bei 20 Euro und Z bei 15 Euro, spart jede gebrochene Tonne 35 Euro; bei 1.000 Tonnen im Jahr sind das 35.000 Euro. Wer Transportkosten zur Deponie hinzunimmt (Fahrzeit, Lkw, Fahrer), kommt in vielen Regionen deutlich höher.

Die Kostenseite mit Brecher

Dagegen stehen die Kosten der Maschine, aufgeteilt in feste und variable Anteile.

PositionRed Rhino 5000 Plus (Beispiel)Hinweis
KapitaldienstKaufpreis verteilt auf 8–10 Jahre, alternativ LeasingrateRed-Rhino-Brecher haben einen stabilen Gebrauchtmarkt; der Restwert nach 5 Jahren ist erheblich
Dieselunter 5 l/h7000 Plus: rund 10 l/h; 5000 ES: ca. 20 kWh/h Strom
VerschleißBrechbacken, Keilriemen, KettenBacken halten je nach Material viele hundert Betriebsstunden; Austausch in der eigenen Werkstatt möglich
WartungMotoröl, Filter, Schmierung nach Kubota-IntervallenErsatzteile ab Lager Steinfurt
PersonalBaggerfahrer beschickt nebenbeiDer Brecher braucht keinen eigenen Bediener
Transporteigener Anhänger (3,05 t)Bei Raupenmodellen entfällt das Verladen per Kran

Rechenbeispiel GaLaBau-Betrieb

AnnahmenEin Betrieb mit zwei Kolonnen reißt im Jahr etwa 900 Tonnen Terrassen, Fundamente, Mauern und Pflaster ab und kauft etwa 600 Tonnen Schotter für Unterbau und Verfüllung zu. Mit E = 22 Euro und Z = 14 Euro ergibt sich ein vermeidbarer Betrag von 900 × 22 + 600 × 14 = 28.200 Euro im Jahr. Ein Red Rhino 5000 Plus bricht diese 900 Tonnen in rund 60 bis 90 Betriebsstunden – das sind etwa 400 Liter Diesel, ein Satz Verschleißteile und ein Bruchteil der Baggerzeit, die ohnehin für das Verladen in Container angefallen wäre.

Stellt man den Kaufpreis den eingesparten Entsorgungs- und Zukaufkosten gegenüber, ist die Maschine in diesem Beispiel nach wenigen Jahren bezahlt – die genaue Dauer ergibt sich aus Kaufpreis und regionalen Preisen. Wer die freien Stunden zusätzlich vermietet – Nachbarbetriebe, Landwirte, Kommunen fragen regelmäßig nach einem Brecher für ein Wochenende –, verkürzt die Zeit weiter. Die Größenordnung gilt für jeden Betrieb, bei dem Abbruch und Schotterbedarf im selben Jahr anfallen; der genaue Wert steht und fällt mit den regionalen Preisen E und Z.

Drei Betriebsgrößen, drei Antworten

JahresmengeEmpfehlungBegründung
unter 300 tMieten oder Brecherlöffel am vorhandenen BaggerDie Fixkosten einer eigenen Anlage verteilen sich auf zu wenige Tonnen. Ein Simex CBE kostet weniger als eine Brechanlage und nutzt den Bagger, der ohnehin da ist.
300–1.500 tRed Rhino 4000 / 5000 / 5000 Plus kaufenAb dieser Menge decken die eingesparten Kosten den Kapitaldienst in überschaubarer Zeit; mit Vermietung schneller.
über 1.500 tRed Rhino 7000 Plus, 7000 Elektro oder 8000Der größere Durchsatz senkt die Kosten je Tonne; bei festem Standort ist die Elektroversion im Betrieb am günstigsten.

Wann sich der Kauf nicht lohnt

  • Wenn Abbruch nur alle paar Jahre anfällt – dann mieten.
  • Wenn der Bauschutt stark mit Holz, Dämmstoff oder Gips vermischt ist und ohnehin sortiert entsorgt werden muss.
  • Wenn am Standort kein Platz für Haufwerk ist: Brechen braucht eine Aufgabehalde, eine Produkthalde und Rangierraum.
  • Wenn das gebrochene Material nicht wieder eingebaut werden darf – bei belastetem Material (Teer, Asbestverdacht) entscheidet die Analytik, nicht die Maschine.

Was gebrochenes Material rechtlich ist

Recyclingbaustoffe unterliegen in Deutschland der Ersatzbaustoffverordnung (EBV), die seit August 2023 gilt. Wer Recyclingschotter auf der eigenen Baustelle wieder einbaut, bewegt sich meist im Rahmen des Bauvorhabens; wer ihn verkauft oder auf fremden Grundstücken einbaut, braucht die Güteüberwachung und die Materialklasse nach EBV. Diese Seite ersetzt keine Beratung durch die zuständige Behörde – sie zeigt nur, dass die Frage vor dem Kauf geklärt sein sollte, weil sie bestimmt, ob das Produkt Wertstoff oder Abfall ist.

Die Modelle für jede dieser Betriebsgrößen stehen in der Kaufberatung; wer schon weiß, welche Klasse passt, findet die Daten unter Minibrecher, Brechanlagen über 7 Tonnen und Brecherlöffel. Für eine Rechnung mit den eigenen Zahlen: Telefon 02551 70499-0 oder verkauf@minibrechanlage.de.

Häufige Fragen

Als Richtwert ab etwa 300 Tonnen Abbruch im Jahr, wenn im selben Betrieb auch Schotter zugekauft wird; darunter sind Miete oder ein Brecherlöffel am vorhandenen Bagger meist günstiger.
Unter 5 Liter Diesel, dazu anteiliger Verschleiß an Brechbacken und Keilriemen sowie Wartung nach Kubota-Intervallen. Ein eigener Bediener ist nicht nötig – der Baggerfahrer beschickt.
Beim Verkauf oder Einbau auf fremden Grundstücken greift die Ersatzbaustoffverordnung mit Güteüberwachung und Materialklassen. Der Wiedereinbau auf der eigenen Baustelle ist in der Regel einfacher; im Zweifel entscheidet die zuständige Behörde.
Ja, Nachbarbetriebe, Landwirte und Kommunen fragen regelmäßig nach einem Brecher für einzelne Tage. Die Mieteinnahmen verkürzen die Amortisation spürbar.
Wenn Abbruch nur alle paar Jahre anfällt, wenn der Schutt stark mit Holz, Gips oder Dämmstoff vermischt ist, wenn kein Platz für Halden vorhanden ist oder wenn das Material belastet ist und ohnehin entsorgt werden muss.

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