Rechnet sich eine eigene Brechanlage? Die ehrliche Kalkulation

Entsorgung kostet, Schotter kostet – und beides steigt. Wann eine eigene Brechanlage die bessere Rechnung ist.

Die doppelte Kostenfalle bei Bauschutt

Wer heute Abbruchmaterial entsorgt und gleichzeitig Recyclingschotter zukauft, zahlt an zwei Stellen:

  • Entsorgung: Container, Transport und Deponiegebühren summieren sich je nach Region und Material erheblich pro Tonne
  • Materialeinkauf: Recyclingschotter und Mineralgemisch müssen zugekauft und angeliefert werden

Eine eigene Brechanlage dreht beide Kostenpunkte um: Aus dem Entsorgungsproblem wird eine Materialquelle.

Die Kalkulationslogik

Was Sie sparen

  • Entsorgungskosten pro Tonne Bauschutt (Container + Transport + Deponie)
  • Einkaufskosten für Recyclingschotter inkl. Anlieferung
  • Transportfahrten – Material bleibt auf der Baustelle

Was Sie investieren

  • Anschaffung oder Finanzierung der Maschine
  • Diesel (beim RedRhino 5000 Plus: unter 5 l/h bei 15–20 t/h Durchsatz)
  • Verschleißteile – vor allem Brechbacken, je nach Material
  • Wartung und gelegentliche Reparaturen

Ein Rechenbeispiel aus der Praxis

Ein GaLaBau-Betrieb, der pro Jahr mehrere hundert Tonnen Abbruchmaterial anfallen hat und gleichzeitig Schotter für Wegebau zukauft, spart mit einer eigenen Anlage doppelt pro Tonne: die vermiedene Entsorgung plus den vermiedenen Zukauf. Bei realistischen Materialmengen amortisiert sich eine kompakte Anlage typischerweise innerhalb weniger Jahre – danach produziert sie faktisch kostenloses Baumaterial.

Der Vermietungs-Effekt

Viele Betriebe übersehen eine dritte Einnahmequelle: Kompakte Brechanlagen sind gefragte Mietmaschinen. Wer die eigene Maschine in auftragsschwachen Zeiten vermietet, verkürzt die Amortisationszeit zusätzlich.

Wann sich der Kauf NICHT lohnt

  • Wer nur ein- bis zweimal im Jahr kleine Mengen bricht, fährt mit Miete günstiger
  • Wer ausschließlich sehr große Mengen (50+ t/h) verarbeitet, braucht eine größere Anlagenklasse
  • Wer kein Material-Aufkommen im eigenen Betrieb hat, kauft eine Lösung ohne Problem

Häufige Fragen

Ja – aufbereiteter Betonbruch und Mauerwerksbruch eignet sich als Füllmaterial, Wegeunterbau, Planum oder Frostschutzschicht. Für bestimmte Anwendungen im öffentlichen Straßenbau gelten Güteanforderungen – für den Einsatz im eigenen Betrieb oder GaLaBau ist das Material in der Regel direkt verwertbar.
Faustregel: Wer mehr als einige Wochen pro Jahr bricht, fährt mit Kauf besser. Bei gelegentlichem Bedarf ist Miete sinnvoller. Der Vorteil beim Kauf: Die Maschine lässt sich in ungenutzten Zeiten selbst vermieten.
Diesel (unter 5 l/h beim RedRhino 5000 Plus), Verschleißteile wie Brechbacken je nach Materialhärte, sowie reguläre Wartung. Insgesamt liegen die Betriebskosten pro Tonne deutlich unter den eingesparten Entsorgungs- und Zukaufkosten.

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